GGW Historie

Als Joachim Johann Wolters 1758 in der Handelskammer Hamburg zum „Mäkler“ vereidigt wurde, dachte er noch nicht daran, dass sein kleines Unternehmen 250 Jahre später noch existieren würde. Heute, acht Generationen später, ist die GGW Gruppe der älteste Versicherungsmakler Kontinentaleuropas.

Vorgeschichte

Hamburg: Der erste Finanzplatz Deutschlands entsteht

1588

In Hamburg wird die erste Börse Deutschlands gegründet.

1661

Die Hauptkirche St. Michaelis, der Michel, wird fertiggestellt und eingeweiht.

1676

Mit der Hamburger Feuerkasse entsteht dererste Gebäudeversicherer der Welt, der von der Hansestadt verwaltet wird.

1751 - 1800

Die Geburtsstunde des Maklerhauses

1758

Johann Joachim Wolters wird in der Hansestadt Hamburg zum Mäkler vereidigt.

1777

Johann Christoph Wolters führt die Geschäfte des Maklerhauses weiter. Ein Portrait seiner Tante, Anna Constantia, wird von Quadal gemalt. Heute hängt es in der Hamburger Kunsthalle.

1801 - 1850

Finanzplatz auf Wachstumskurs

1796-1850

Johann Joachim Wolters (der Jüngere) führt die Geschäfte des Versicherungsmaklers.

1806-1814

Besetzung durch napoleonische Truppen.

1841

Die Neue Börse wird eingeweiht.

1842

Der große Brand zerstört ein Drittel der Stadt. Die erste Rückversicherung der Welt wird gegründet, Hamburg neu aufgebaut.

1851 - 1900

Unternehmensnachfolge gelöst

1855-1928

Der aus einer angesehenen Rostocker Schiffsbaufamilie stammende Ernst Wilhelm Friedrich Pust löst die Unternehmensnachfolgeproblematik und tritt in das Maklerhaus J. C. Wolters ein. Er führt das Maklerhaus J. C. Wolters unter gleichem Namen weiter.

1862

Nach Änderung der Hamburger Maklerordnung wird Johann Christoph Wolters vom beeidigten Mäkler zum freien Makler.

1866

Umfirmierung von J. J. in J. C. Wolters.

1890

Rudolph und Ernst Gossler gründen gemeinsam die Gesellschaft Gossler Gebr. als Mehrfachgeneralagentur und Assekuradeur.

1901 - 1950

Turbulente Zeiten

1931

Alexander und Carl-Erich Jochheim werden zu Partnern der Firma Gossler Gebrüder.

1945

Dr. Ascan Klée Gobert wird erster Kultursenator Hamburgs und bestimmt den Neuanfang der Hamburger Kulturpolitik.

1951 - 2000

Drei Familien Unternehmen schließen sich zusammen

1953

Ulrich Klée Goberts gründet die gleichnamige Versicherungsmakler Firma.

1991

Zusammenschluss der Häuser Gossler Gebrüder und J. C. Wolters.

1995

Zusammenschluss der Häuser Gossler Gebrüder und J. C. Wolters, sowie Ulrich Klée Gobert zu Gossler, Gobert & Wolters Gruppe.

Seit 1995

Ausbau der nationalen Standorte und des internationalen Kooperationsnetzwerkes.

2001 - 2017

Der Älteste Versicherungsmakler Kontinentaleuropas feiert 250-jähriges Jubiläum

2006

Neunter Standort der Gossler, Gobert und Wolters Gruppe in Saarbrücken.

2007

Das Unternehmen wird als TopJob-Arbeitgeber ausgezeichnet und gehört zu den besten Arbeitgebern im deutschen Mittelstand.

2008

Die Gossler, Gobert & Wolters Gruppe feiert ihr 250-jähriges Firmenjubiläum.

Ahnengalerie
Johann Joachim Wolters (Gründer)
1725-1782

Johann Joachim Wolters betätigte sich neben der Zuckerbäckerei, die seit 1670 in Hamburg ein einträgliches Gewerbe darstellte, als Beiläufer in Hamburg. Er legte am 23. März 1753 den Bürgereid ab, der ihn zur selbständigen Tätigkeit als Unternehmer befugte. Am 17. April 1758 leistete er den Mäklereyd und setzte somit den Grundstein für die Gossler, Gobert & Wolters Gruppe.

Johann Christoph Wolters
1753-1795

Johann Christoph Wolters ging 1767 als Lehrling in die Firma seines Onkels Johann Joachim Wolters und wurde am 5. März 1777 zum Mäkler vereidigt. Er wandte sich nach dem Tod seines Onkels von der Zucker- und Warenmäklerei der einträglicheren Tätigkeit eines Schiffs- und Asse­ku­ranz­mäklers zu und fand in seinem zwanzig Jahre jüngeren Vetter Johann Joachim Wolters (der Jüngere) seinen Lehrling und späteren Nachfolger.

Johann Joachim Wolters (der Jüngere)
1773-1850

Johann Joachim Wolters leistete im Alter von knapp 21 Jahren am 7. März 1794 den Mäklereyd. Dank des guten Rufes seines Lehrers und Vorgängers Johann Christoph Wolters konnte er das Geschäft von Anbeginn an auf einen Kreis treuer Ge­schäfts­freunde stützen. Nach dem Mäklereyd seines Sohnes im Jahr 1839 betrieb er die Mäklerei zu­sam­men mit diesem als Assekuranzmäkler unter der Bezeichnung J. J. & J. C. Wolters. Noch heute hängt ein Ölgemälde seiner Mutter Anna Constantia Wolters in der Kunsthalle.

Johann Constantin Wolters
1808-1888

Johann Constantin Wolters wurde von seinem Vater Johann Joachim Wolters (der Jüngere) zum Nachfolger erzogen und betrieb nach der Ab­leis­tung des Mäklereyds am 17. April 1839 die Asse­ku­ranz­mäklerei unter der Bezeichnung J. J. & J. C. Wolters gemeinsam mit seinem Vater. Am 9. Mai 1866 ließ er das Unternehmen handelsgerichtlich beim Hamburger Amtsgericht eintragen und nannte die Firma als al­lei­ni­ger Inhaber von da an J. C. Wolters. Da er unverheiratet ge­blie­ben war, wandte er sich an seinen Freund Arthur Duncker, seinerzeit Direktor der Nord-Deutschen Versicherungsgesellschaft, und bat ihn um Rat in der Nachfolgefrage. Dieser stellte ihm seinen späteren Nachfolger Ernst Wilhelm Friedrich Pust vor.

Ernst Wilhelm Friedrich Pust
1855-1928

Als Schiffsmakler ausgebildet, begann Ernst Wilhelm Friedrich Pust bei der Nord-Deutschen Versicherungsgesellschaft. Auf Empfehlung des Direktors Arthur Duncker wechselte er zum 1. Mai 1876 zu J. C. Wolters, wo er mit der Vollendung des 25. Lebensjahres von Johann Constantin Wolters zum Teilhaber ernannt wurde. Sieben Jahre ar­bei­te­ten sie Seite an Seite bis Johann Constantin Wolters am 11. Februar 1888 verstarb. Den Wert des gut beleumdeten Firmen­namens an­er­ken­nend, verzichtete er auch als alleiniger Nachfolger auf eine Änderung des Firmennamens.

Joachim Otto Erich Pust
1892-1970

Früh mit dem Assekuranzwesen vertraut gemacht, begann Joachim Otto Erich Pust nach ab­ge­schlos­sen­er Lehre am 1. April 1912 in der väterlichen Firma J. C. Wolters. Um den Haupt­ver­si­che­rungs­markt aus eigener Anschauung kennen zu lernen, ging er nach London, wo er unter anderem im englischen Haus Fester, Fothergill & Hartung im „Brokerage Department“ arbeitete. Im Oktober 1913 erteilte ihm sein Vater Einzelprokura und ließ ihn am 1. Juli 1917 als seinen Teilhaber in das Handelsregister eintragen.

Rudolph Gossler
1860-1948

Rudolph Gossler gründete zusammen mit seinem Bruder Ernst Gossler im Jahre 1890 die Assekura­deur­firma Gossler Gebr.. Auf Empfehlung von Hans Wesselhoeft von Wesselhoeft & Ahlers holte er zur Nachwuchssicherung die Brüder Alexander und Carl-Erich Joch­heim in das Unternehmen. Diese wurden 1931 unter Einbringung ihrer Firma Kurt H. Lutteroth zu Teilhabern von Gossler Gebr..

Carl-Erich Jochheim
1892-1960

Carl-Erich Jochheim wurde 1921, kurz vor dem Tod von Kurt H. Lutteroth, Partner der gleichnamigen Firma und betrieb diese gemeinsam mit seinem Bruder Alexander Jochheim. Im Jahre 1931 brach­ten die Brüder die Firma Kurt H. Lutteroth in die Firma Gossler Gebr. ein und wurden zu Teilhabern. Carl-Erich Jochheim war ferner über Jahrzehnte hinweg Mitglied der Waren-Kommission des Vereins Hamburger Asse­kura­deure und des Havarie-Ausschusses.

Alexander Jochheim
1894-1974

Alexander Jochheim wurde 1921, kurz vor dem Tod von Kurt H. Lutteroth, Partner der gleichnamigen Firma und führte diese ge­mein­sam mit seinem Bruder Carl-Erich Jochheim. Im Jahr 1931 brachten die Brüder die Firma Kurt H. Lutteroth in die Firma Gossler Gebr. ein und wurden zu Teilhabern. Alexander Jochheim arbeitete maßgeblich und erfolgreich am Ausbau des Standorts Danzig. Zugleich war er über Jahrzehnte Mitglied des Verwaltungsrates der Hamburger Sparkasse.

Kurt Stürken
1902-1990

Kurt Stürken gründete nach dem Zweiten Welt­krieg zusammen mit Carl-Erich und Alexander Jochheim die Firma Stürken & Co.. 1960 wurde sie in die Firma Gossler Gebr. integriert und Kurt Stürken zum Partner ernannt. Sein Bruder Otto Stürken, seinerzeit Vor­stands­mit­glied der Ver­eins­bank, verschaffte den Kontakt zu den Brüdern Joch­heim und vermittelte dem Unternehmen wichtige Ge­schäfts­kon­takte.

Ulrich Klée Gobert
1905-1976

Ulrich Klée Gobert gründete 1953 die gleichnamige Gesellschaft Ulrich Klée Gobert, die sich 1995, fast 20 Jahre nach seinem Tod, mit dem Unternehmen Gossler Gebr. & J. C. Wolters zur Gossler, Gobert & Wolters Gruppe zusammenschloss.

Gert-Michael Pust
1934-1991

Gert-Michael Pust wurde bereits 1956 durch C. John Pollock als Teilhaber der 1828 gegründeten Assekuranz-Maklerfirma Pollock eingetragen. Nachdem sein Schwie­ger­vater verstorben war, führte er dessen Firma Günther Holzgraefe KG zusammen mit seiner Schwiegermutter weiter. Mit dem Todestag seines Vaters Erich Pust am 21. Februar 1970 wurde er zum Alleininhaber der Firma J. C. Wolters, die sich 1991 mit Gossler Gebr. zu dem Unternehmen Gossler Gebr. & J. C. Wolters zusammenschloss.

Mario Jochheim
1931

Mario Jochheim ist der Sohn von Alexander Joch­heim. Seine Lauf­bahn begann am 1. Mai 1955 bei der Assekuradeurfirma Gossler Gebr.. Zwei Jahre später erhielt er die Prokura und wurde 1959 zum Partner ernannt. Nach dem Ableben seines Onkels, Carl-Erich Jochheim, übernahm er dessen Ver­ant­wor­tungs­bereich im Trans­port­geschäft. Zudem führte er sieben Jahre lang den Vorsitz der Waren-Kommission des Vereins Hamburger Assekuradeure.

Hans-W. Kahlbrock
1950

Hans-W. Kahlbrock stieg 1990 als Gesellschafter beim Ver­si­che­rungs­makler Ulrich Klée Gobert ein. 1995 fusionierte das Unternehmen mit den Hamburger Maklerhäusern Gossler Gebr. und J. C. Wolters zur GGW Gruppe. Als Partner galt seine Leidenschaft und Über­zeu­gung dem integrierten Risiko- und Ver­si­che­rungs­ma­nage­ment. Bereits 1996 begann Kahlbrock als einer der ersten im Markt mit der Ent­wick­lung einer ganzheitlichen Ansatzes und gründete 1998 mit seinen Partnern die 100%-ige Tochtergesellschaft SMR – Strategische Manage­ment- und Risiko­be­ratungs GmbH, der er als Geschäftsführer vorstand.

Kahlbrock ist/war Mitglied in der „Versammlung eines Ehrbaren Kauf­manns zu Hamburg“ und in verschiedenen Wirt­schafts­ver­ei­ni­gungen.

Ende 2010 beendete Kahlbrock als Partner sein aktives Berufsleben.

Hans-Jürgen Lueder
1940

Hans-Jürgen Lueder stieg nach dem Studium der Rechts­wissen­schaf­ten in Göttingen und München 1969 als Partner beim Ver­si­che­rungs­makler Ulrich Klée Gobert ein. 1995 fusionierte das Un­ter­neh­men mit den Hamburger Maklerhäusern Gossler Gebr. und J. C. Wolters zur GGW Gruppe. Als Partner betreute er international tätige Kunden, seine Expertise waren die Unternehmenshaftpflicht- sowie Directors & Officers Versicherungen (Managerversicherungen). Als Ausbildungsleiter lag ihm die Förderung junger Menschen besonders am Herzen, als Unternehmer die Entwicklung der Wirtschaftsmetropole Hamburg.

Lueder war 9 Jahre Mitglied des Plenums der Handelskammer Hamburg. Er war Vor­stands­mit­glied des Berufs­bil­dungs­werkes der Vers. Wirtschaft (IBV), Mitglied im Auf­nahme­aus­schuss des Verbands Deutscher Ver­si­che­rungs­makler (VDVM) und Beiratsvorsitzender der Hamburger Feuerkasse.

Bis heute engagiert sich Lueder ehrenamtlich in verschiedenen Gremien der Han­dels­kammer sowie im kirchlichen Bereich. Als Mitglied der „Versammlung eines Ehrbaren Kaufmanns zu Hamburg“ ist er Mentor an der HSBA.

Ende 2008 beendete Lueder als Partner von GGW sein aktives Berufsleben.

Klaus-Hinrich Stürken
1940

Klaus-Hinrich Stürken stieg 1969 als Prokurist beim Assekuradeur Gossler Gebr. ein und wurde 1971 Partner. Er war maßgeblich an der Wei­ter­ent­wick­lung des Unternehmens zum Versicherungsmakler und dem Zusammenschluss mit dem Maklerhaus J. C. Wolters im Jahre 1991 beteiligt. 1995 schloss sich das Unternehmen mit Ulrich Klée Gobert zur GGW Gruppe zusammen. Als Partner und Ge­schäfts­führer der Assekuranzmakler-Gruppe widmete er sich der Kun­den­akquisition und -betreuung. Als ausgeprägter Kunstliebhaber entwickelte er Spezial­kon­zepte für die Absicherung hochwertiger Kunstsammlungen.

Stürken war Mitglied der „Versammlung eines Ehrbaren Kaufmanns zu Hamburg“.

Ende 2008 beendete Stürken als Partner sein aktives Berufsleben.

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