260 Jahre Gossler, Gobert & Wolters Gruppe

Dieses Jahr wurde die GGW Gruppe 260 Jahre alt. Vor zehn Jahren, zum 250-jährigen Bestehen, wurde groß gefeiert.

Hamburg, 07.12.2018 – Auch wenn seit dem "nur" zehn Jahre vergangen sind, ist auch in dieser Zeit viel passiert bei GGW. Das nahende Jahresende nehmen wir zum Anlass, eine kleine Reise durch die GGW Zeit zu unternehmen. Folgen Sie uns!

Wie alles begann

Die Wurzeln der GGW Gruppe reichen bis ins Jahr 1758 zurück. Am 17. April wurde der vormals selbständige Zuckersieder Johann Joachim Wolters in der Hamburger Börse zum "Mäkler" vereidigt, nachdem die Zuckersiederei während des siebenjährigen Krieges untersagt wurde. Nach einer Umbenennung in J. C. Wolters (1866), Fusionen mit den hanseatischen Maklern Gossler Gebr. (1991) und Ulrich Kleé Gobert ist das Unternehmen seit 1995 unter dem Namen Gossler, Gobert & Wolters Gruppe tätig. Als Industrieversicherungsmakler gehört GGW zu den ältesten Versicherungsfirmen in Deutschland und gilt als ältester Versicherungsmakler Kontinentaleuropas.

250-Jahr-Feier: Ehrung durch den Senat und Reise nach Marokko

Im Jahr 2008 feierte die Unternehmensgruppe ein ganz besonderes Jubiläum: 250 Jahre GGW Gruppe. Damals verlieh der Senator für Wirtschaft und Arbeit, Gunnar Uldall, der GGW Gruppe bei einem Senatsempfang den Verfassungsportugaleser der Stadt Hamburg und würdigte damit das Wirken des Unternehmens, welches "den Finanzplatz Hamburg entscheidend mitgeprägt" habe. Uldall lobte GGW als mittelständisches Unternehmen, das zum dynamischen Wachstum der Hamburger Wirtschaft beitrage. Der Portugaleser wird vom Senat an außergewöhnliche Menschen und zu außergewöhnlichen Anlässen verliehen. Er geht zurück auf den sogenannten Portuguez, eine portugiesische Goldmünze aus dem 16. Jahrhundert im Wert von 10 Dukaten. Das erst nur für den Seehandel vorgesehene Zahlungsmittel entwickelte sich über die Jahrhunderte in einigen nordeuropäischen Städten, insbesondere in Hamburg, zu einem Ehrengeschenk. Seit 1956 knüpft Hamburg an diese Form der Ehrung wieder an.

Jubiläumsreise für die Kollegen

Dass eine 250-jährige Erfolgsgeschichte nicht ohne motivierte, verantwortungsvolle und kompetente Mitarbeiter geschrieben wird, wussten auch die Partner der GGW Gruppe. 

"Wir entschieden uns daher bewusst, kein großes Kundenevent zu feiern, sondern uns stattdessen für das große Engagement unserer Mitarbeiter zu bedanken", erinnert sich Monica-Elena Dennert, Partnerin der GGW Gruppe und damals Hauptverantwortliche für das, was dann folgte: Denn die Inhaber überraschten die Belegschaft mit einer dreitägigen Reise nach Marokko. "Es sollte einerseits natürlich gefeiert werden, andererseits sollte auch ein soziales Projekt unterstützt werden", erklärt Dennert.

Und so ging es am Morgen des 18. April 2008 für rund 150 Mitarbeiter der verschiedenen GGW Standorte zum Flughafen Hannover und von dort per Charterflug in die Wüste Marokkos, zu einem kleinen Flughafen in Quarzazate. Von dort fuhren die Reisenden mit 40 Jeeps im Konvoi bis zur Oase Fint, um eine Schule zu renovieren. Tische wurden abgeschliffen und neu lackiert, Wände gestrichen und mit vor Ort selbstgemalten Bildern dekoriert. Sogar die Elektrik wurde durch firme GGW Hände erneuert. Auf dem Außengelände pflanzten die GGWler Blumen und errichteten ein Fußballfeld. Im Anschluss erhielten alle Kinder ein Paket mit Schul-Utensilien wie Schreibheften, Stiften und Büchern.

Unweit der Schule wartete zum Feierabend eine Zeltstadt im Beduinenstil auf die fleißigen GGW Helfer, in der nach einem landestypischen Abendessen und Programm der Tag gemütlich ausklang und später übernachtet wurde. Am nächsten Morgen machte sich der Jeep-Konvoi dann auf abenteuerlicher Fahrt durch tiefe Schluchten und über schmale, hohe Ausläufer des Atlas-Gebirges auf den rund 200 Kilometer langen Weg nach Marrakesch. In der "roten Stadt" stieg dann am Abend eine zünftige 250-Jahr-Feier. Bevor es am nächsten Tag zurück nach Hannover ging, nutzten viele die Möglichkeit des Besuchs der Medina und der vielen Souks von Marrakesch. Ein unvergessliches Erlebnis für alle Reisenden, das auch zum Nachdenken anregte und zur Dankbarkeit darüber, dass wir es - trotz all unserer individuellen Herausforderungen und Sorgen - doch eigentlich sehr gut haben.

Was erst kürzlich alles geschah – eine bewegte junge Geschichte

Die danach folgenden zehn Jahre von 2008 bis 2018 kennzeichnet vor allem eins besonders: Sie sind wie im Flug vergangen! 

"Und sie zeigen, dass die heutige Zeit im besonderen Maße eine Zeit des schnellen Wandels und der kontinuierlichen Veränderung ist", sagt Sebastian Jochheim, Partner und Sprecher der Geschäftsführung bei GGW. "Sich immer wieder neu zu denken, flexibel und wandelbar zu agieren - mehr noch: vorauszudenken und zukunftsfähige Lösungen für das Unternehmen zu finden, das war in dieser Zeit eine Herausforderung", findet er - und ergänzt lächelnd: "Eine, die wir - meistens - sehr gut gemeistert haben, wenn ich das mal so unbescheiden sagen darf; weil wir trotz aller Veränderung weiterhin das Interesse unserer Kunden in den Mittelpunkt stellen."

Neulinge an Bord

Viele Neulinge kamen in den letzten zehn Jahren zur GGW Gruppe hinzu: Büttner & Richter verschmolz 2010 mit GGW. Geschäftsführer Carsten Büttner wurde neuer GGW Partner. Er ergänzte die Geschäftsführung, nachdem Hans-W. Kahlbrock Ende des Jahres sein aktives Berufsleben beendete. 2011 wurde auch Klaus-Dieter Zühr zum Partner der GGW Gruppe. Er blickte bereits auf eine bewegte GGW Geschichte zurück: Zuvor war er bereits neun Jahre Geschäftsführer des Assekuranz-Maklers gewesen und seit insgesamt 16 Jahren bei GGW tätig. Auch die GGW Versorgungsmanagement GmbH wurde 2011 gegründet. Aufgrund der immer geringer ausfallenden gesetzlichen Rente gewannen private Versorgungssysteme sowohl auf Arbeitnehmer- als auch auf Arbeitgeberseite zunehmend an Bedeutung. Für seine Kunden ein passendes Versorgungskonzept zu entwickeln und bei dessen Umsetzung zu unterstützen, war die Gründungsintention von GGW. Inzwischen ist ein gutes Altersvorsorge- und Zusatzversicherungs-Konzept längst auch zum Attraktivitätsmerkmal von Unternehmen und Entscheidungskriterium für Bewerber geworden.

2013 suchte darüber hinaus die Glauerdt GmbH einen Nachfolger - und fand mit GGW eine Mutter "auf gleicher Wellenlänge". Das 1903 gegründete Maklerhaus mit rund 25 Mitarbeitern betreut von Düsseldorf aus seine meist international agierenden, mittelständischen Kunden. Um auch im Süden Deutschlands stärker präsent zu sein, eröffnete GGW 2017 einen Standort in München. Damit blieb das Unternehmen seiner langfristig ausgerichteten regionalen Wachstumsstrategie treu und ist inzwischen an neun Standorten deutschlandweit vertreten. Insgesamt wuchs die GGW Gruppe in den letzten zehn Jahren von 170 auf 300 Mitarbeiter an.

Auf Kurs Richtung Zukunft

Der neueste Neuling an Bord der GGW Geschäftsführung ist René Hennig. Gemeinsam mit Emanuel Wessel, der bereits seit 2014 für das internationale Versicherungsgeschäft sowie den Bereich Spezialrisiken bei GGW verantwortlich ist, erweitern beide seit Anfang 2018 die Partnerriege der GGW Gruppe und stehen somit für den GGW Generationswechsel und die konsequente Ausrichtung auf die Zukunft. "Zukünftig wird das Risikohandling verstärkt ein direkter Teil des Wertschöpfungsprozesses von Unternehmen sein. Folglich werden auch wir mit unserer Beratung, individuellen Zusatzangeboten und digitalen Abwicklungsprozessen enger in die Wertschöpfungskette unserer Kunden eingebunden", schätzt René Hennig, der sich neben seinem Spezialgebiet, der Immobilienwirtschaft, Themen wie Prozessoptimierung und Digitalisierung verantwortlich widmet.

Ebenfalls in diesem Jahr beriefen die GGW Partner mit Thorsten Gerckens, vormals Leiter Vertrieb, einen jüngeren und gleichzeitig erfahrenen Geschäftsführer.

Mit dem laufenden und planmäßigen Generationswechsel richtet das Unternehmen den Blick konsequent weiter in die Zukunft. Das gilt auch für die GGW Töchter GLS und ARWO, bei denen auch ein neuer Lenker in seine Position eintrat: Thomas Kopp löste Hartmut Krauthäuser ab, der insgesamt 16 Jahre im Dienst der beiden Unternehmen stand.

Der Blick nach vorn, die fortschreitende Digitalisierung und die damit verbundenen Anforderungen an die Kunden- und Fachbetreuung führten bei GGW darüber hinaus zum Entschluss für eine neues Bestandsverwaltungssystem. Seit Anfang 2017 ermöglicht es uns ein vernetztes Arbeiten und transparente Prozesse. Doch wir müssten lügen, würden wir behaupten, dass auch für uns nicht aller Anfang schwer wäre: Die Tücken der modernen Technik fraßen zunächst mehr Zeit als vorher und sorgten so nicht selten für Kopfschütteln und (mitunter auch lautes) Fluchen in den Abteilungen. Gut Ding braucht eben Weile ...

Von Präsidenten und Verbänden

Mit Leidenschaft und viel Engagement setzten sich die GGW "Vorderen" in den letzten Jahren nicht nur für ihre Kunden, sondern auch für ihre Branche und den Berufsstand des Versicherungsmaklers ein.

Mit der Präsidentschaft von Peter Wesselhoeft im Verband Deutscher Versicherungsmakler (VDVM) schien ab Ende 2011 für insgesamt vier Jahre ein besonderes Licht auf die GGW Gruppe. 

"Für uns als mittelständisches Maklerunternehmen im Verband war das natürlich ein großer Prestigegewinn, nachdem die Präsidenten bisher immer von den 'Big Playern' gestellt wurden", erläutert er. "Im Nachhinein betrachtet, muss ich sagen, dass wir zwischen den Großmaklern und den zahlreichen kleinen Unternehmen im Verband wirklich ein gutes Bindeglied darstellten", erinnert er sich. "Das ließ alle näher zusammenrücken." Im Markt und in den Medien erhöhte sich mit diesem Posten spürbar die Wahrnehmung von GGW. Doch auch persönlich war das Amt ein Meilenstein in seiner Karriere: "Insgesamt bin ich nun seit 38 Jahren im Versicherungsmarkt tätig - und habe schon viele Stationen durchlaufen: vom väterlichen Unternehmen über den Konzern, internationale Stationen in den USA und London und schließlich seit 2002 GGW. Für diese weitere, wertvolle Facette meiner Laufbahn bin ich sehr dankbar", freut er sich. Insgesamt war Peter Wesselhoeft 15 Jahre im Vorstand des VDVM (seit Januar 2018 wieder Bundesverband Deutscher Versicherungsmakler - "BDVM") tätig.

Ende 2014 verabschiedete GGW Kredit ihren Gründer und geschäftsführenden Gesellschafter Herbert Hartwig in den wohlverdienten Ruhestand. Hartwig war mit GGW Kredit im Juni 2013 Gründungsmitglied des ersten Verbands von Kreditversicherungsmaklern (BARDO e.V.), dem er auch als erster Präsident vorstand. Der Verband machte sich für eine gute Qualität im Kreditversicherungswesen stark, angefangen von nationalen und internationalen Leistungsstandards bis hin zu einem bedarfsgerechten Bedingungs- und Klauselwerk.

Noch eine kleine Randnotiz

Fast ebenso lang wie unsere letzten sehr bewegten zehn Jahre brauchte ... die Elbphilharmonie: Seit November 2016 erstrahlt sie, nach neun Jahren endlich fertiggestellt, auf dem alten Kaiserspeicher A über dem Hamburger Hafen. Die Eröffnungsfeier erfolgte am 11. Januar 2017. Etwas länger musste das Chilehaus, der Hauptsitz der GGW Gruppe, warten: Seit dem 5. Juli 2015 zählt der 1924 fertiggestellte Backsteinbau, gemeinsam mit dem Kontorhausviertel und der Hamburger Speicherstadt, zum UNESCO-Weltkulturerbe.

Auf ins neue Jahr 2019

Nun richten wir den Blick weiter nach vorn auf die kommenden Jahre und stellen uns gemeinsam den Herausforderungen, die vor uns liegen. Wir hoffen, dass Ihnen unsere kleine Reise durch die Zeit gefallen hat und freuen uns, wenn wir diese Reise noch lange Zeit gemeinsam fortsetzen. 

Ihnen und Ihren Familien wünschen wir im Namen aller GGWler ein besinnliches Weihnachtsfest und ein gesundes, erfolgreiches und frohes neues Jahr 2019

Über die GGW Gruppe

Die Gossler, Gobert & Wolters Gruppe (GGW Gruppe) ist einer der großen unabhängigen und inhabergeführten Industrieversicherungsmakler in Deutschland. Als Experte für integriertes Risiko- und Versicherungsmanagement betreuen die rund 290 Mitarbeiter der GGW Gruppe mittelständische Unternehmen aus Industrie, Handel, Gewerbe sowie den rechts- und wirtschaftsberatenden Berufen. Deutschlandweit ist das Beratungshaus an neun Standorten vertreten und berät in Zusammenarbeit mit internationalen Netzwerken Kunden in über 60 Ländern.

Autor: Anika Wist
Veröffentlicht: 07.12.2018
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